Bargeld, Karte oder Smartphone: So bezahlen Sie 2026 in Kroatien

Bargeld, Karte oder Smartphone: So bezahlen Sie 2026 in Kroatien

Sie sind in Kroatien angekommen, haben Ihre Koffer ausgepackt, die Terrasse der Villa wartet auf Sie, doch eine Frage lässt Ihnen noch keine Ruhe: Habe ich genug Bargeld dabei? Brauche ich im Urlaub überhaupt Bargeld? Und Kann ich einfach wie zu Hause mit Karte bezahlen? Die Antwort lautet meist: „Es kommt darauf an.“

Hier erfahren Sie, was die Daten der Kroatischen Nationalbank und der Europäischen Zentralbank dazu aussagen.

Karten sind allgegenwärtig, doch Bargeld gibt sich nicht kampflos geschlagen

Wenn Sie Kroatien zuletzt vor einigen Jahren besucht haben, werden Sie eine Veränderung bemerken. Daten der HNB zeigen, dass im Jahr 2024 853 Millionen Kartentransaktionen durchgeführt wurden, und die Zahl der im Umlauf befindlichen Karten stieg auf 8,7 Millionen. Das sind doppelt so viele Karten wie Einwohner (und noch ein paar mehr, aber lassen wir das mal außer Acht). In Kroatien wird mittlerweile etwa jede vierte Rechnung per Karte bezahlt, und dieser Anteil wächst Jahr für Jahr weiter.

Bargeld gibt jedoch nicht auf. Laut der EZB-Studie zu Zahlungsverhalten (SPACE 2024) wird im gesamten Euro-Raum bei 52 % aller Transaktionen an Verkaufsstellen (gemessen an der Anzahl) weiterhin Bargeld verwendet. Das ist zwar ein Rückgang gegenüber den 59 % von vor zwei Jahren, aber dennoch die mit Abstand am häufigsten genutzte Zahlungsmethode.

Betrachtet man den Wert statt der Anzahl der Transaktionen, nehmen Karten den ersten Platz ein (45 %), während Bargeld auf 39 % zurückfällt. Mit anderen Worten: Bargeld deckt die kleinen Ausgaben ab – Kaffee, Eis, Parkgebühren –, während Karten bei größeren Beträgen zum Einsatz kommen.

In Kroatien können Sie im Allgemeinen für alle größeren Ausgaben (Unterkunft, Mietwagen, Restaurants, Kraftstoff, Lebensmittel) mit Karte bezahlen, sollten jedoch Bargeld für kleinere Ausgaben mitnehmen.

An manchen Orten wird nach wie vor Bargeld bevorzugt; halten Sie daher etwas Bargeld bereit, wenn Sie in einer kleinen Konoba auf einer Insel zu Mittag essen, auf dem Markt Obst und Gemüse kaufen oder ein Taxi in die Außenbezirke nehmen.

Wo Sie auf jeden Fall Bargeld benötigen

  • Märkte und kleine familiengeführte Läden: insbesondere in kleineren Orten in Istrien und Dalmatien. Wenn Sie vorhaben, direkt bei den Erzeugern einzukaufen (und Sie sollten unbedingt den hausgemachten Prosciutto und das Olivenöl probieren), nehmen Sie Bargeld mit. Wir haben kürzlich darüber geschrieben, wie Sie an der Küste wie ein Einheimischer einkaufen können.
  • Konobas an eher abgelegenen Orten: Viele akzeptieren Karten, doch die Internetverbindung an abgelegenen Orten (Inseln, Teile Istriens) kann unzuverlässig sein, sodass POS-Terminals manchmal genau dann „ausfallen“, wenn Sie am hungrigsten sind.
  • Öffentliche Toiletten, kleine Parkautomaten und Trinkgelder: die Klassiker, genau wie in den meisten Teilen Europas.

Wo Karten problemlos funktionieren

In Touristenorten und Städten wie Rovinj, Poreč, Split, Dubrovnik, Zadar ist die Kartenzahlung völlig üblich. In Restaurants, größeren Supermärkten, an Tankstellen und natürlich bei jeder Buchung einer Villa oder Ferienwohnung funktioniert die Bezahlung per Karte reibungslos.

Bezahlen per Smartphone (Apple Pay, Google Pay)

Google Pay sowie Apple Pay sind mittlerweile in immer mehr Geschäften gängige Zahlungsmethoden.

Wie sieht es also mit den lokalen Gewohnheiten aus?

Kroatien befindet sich derzeit am Schnittpunkt zweier Zahlungswelten.

Die Kroaten schätzen es, die Wahl zu haben. Laut einer Studie der Agentur CEPER, die Ende 2023 und Anfang 2024 in mitteleuropäischen Ländern durchgeführt wurde, besitzen mehr als 80 % der kroatischen Bürger eine Debit- oder Kreditkarte, doch gleichzeitig gibt mehr als ein Fünftel der Befragten an, lieber immer bar zu bezahlen. Dies entspricht den Gewohnheiten in Ungarn, Serbien oder Montenegro.

Es sei noch einmal erwähnt: Bargeld ist hier noch kein Museumsstück, wie es in manchen Teilen der Welt der Fall ist; haben Sie daher immer etwas Bargeld bei sich. Ich sage „etwas“, weil die Menge an Bargeld, die eine Person benötigt, um sich sicher und entspannt zu fühlen, von Mensch zu Mensch variiert: Ich kenne Menschen, die stets mindestens 80 Euro bei sich haben müssen, und ich kenne auch (ähem) einige, die einmal in Panik ihre Cent-Münzen gezählt haben, um zu sehen, ob sie sich die Busfahrt leisten können oder zu Fuß gehen müssen.

Unser Tipp für Ihren Villa-Aufenthalt

Wenn Sie Ihren Aufenthalt über VillasGuide buchen, können Sie die Villa selbst und alle damit verbundenen Leistungen problemlos per Karte oder Banküberweisung bezahlen. Für die Tage, an denen Sie die Umgebung erkunden, ist es jedoch ratsam, beides zur Hand zu haben. Wenn Sie sich gerade auf die Reise vorbereiten, werfen Sie einen Blick in unseren Leitfaden Reisen nach Kroatien: Alles, was Sie wissen müssen, in dem wir Themen behandeln, die jeden Sommer relevant sind, wie Mautgebühren und Kraftstoff.

Zu welchem Fazit sind wir also gekommen? Bargeld oder Karte?

In Kroatien im Jahr 2026 lautet die Antwort: beides, bitte.

Weitere Anregungen und praktische Tipps für Ihren Aufenthalt in Kroatien finden Sie im Rest unseres Blogs.

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